Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Zur Zeit stellt sich die Frage, wo man überhaupt noch sicher ist. Die Anschläge in Paris, Brüssel, Istanbul und Ankara und Millionen von Menschen auf der Flucht haben den Krieg in Syrien und die Konflikte in anderen Regionen der Welt hautnah an uns heran getragen. Konnten wir uns bisher im Sessel zurücklehnen und das Elend in der Welt, die Angst vor Terror, Krieg und Tod aus der Ferne betrachten, geht das nun nicht mehr so einfach. Im Gegenteil, viele Menschen haben richtig Angst bekommen und die Berichte in den Medien tragen nicht dazu bei, diese Angst zu verringern. Aber irgendwie muss man sie in den Griff bekommen, damit man nicht von ihr beherrscht wird.

Ich ertappe mich selbst dabei, dass ich manchmal gar nicht mehr hinschauen und hinhören möchte, wenn schon wieder von Leid, Elend und Terror berichtet wird. Viele Menschen wünschen sich eine friedliche Welt für alle, keinen Hunger, keinen Krieg, keine Unterdrückung, keinen Terror, keine Vertreibung, keine Angst… Die Liste ließe sich unendlich erweitern. Man möchte unbeschwert und frei weiterleben wie bisher, aber so einfach geht das nicht mehr. Da bieten sich auch einfache Lösungen an: die Terrorgefahr gibt es nur in der Türkei und wenn wir einfach woanders hinfahren, dann sind wir auf der sicheren Seite. Auch Leute, an deren Intelligenz wir bisher nicht gezweifelt haben, äußern sich in der Weise. Angst ist eben eine Emotion, die uns schützen soll und keine rationale Entscheidung.

Die Schlagzeilen in vielen Zeitungen und die Terrorwarnungen für alle europäischen Urlaubsgebiete in diesen Sommer machen nun auch dem letzten Blauäugigen klar, dass man den Terror nicht mehr auf eine bestimmte Region reduzieren kann. Man ist nirgendwo auf der Welt hunderprozentig sicher, auch nicht zu Hause. Jedesmal, wenn ich in Antalya den Flughafen betreten will werden ich und mein ganzes Gepäck am Eingang durchleuchtet. In deutschen und vielen europäischen Flughäfen spaziert man einfach mit seinem Gepäck hinein und kann sich dort überall frei bewegen, ohne dass Personen oder Sachen kontrolliert werden. Viele Länder handhaben das anders, besonders die, die schon Erfahrungen mit Terror gemacht haben oder einfach vorsichtiger sind.

Was tut die Türkei

Die Sicherheitskontrollen an und in den öffentliche Gebäuden der Türkei wurden verstärkt, auch viele Hotels haben Scanner eingeführt. Jedes Auto wird untersucht und mittlerweile darf man auch nicht mehr einfach  im Hafen von Side mit dem Auto parken. Alle werden auf die Parkplätze außerhalb verwiesen Die Zahl der Sicherheitskräfte insgesamt wurde erhöht und das Personal der Müllabfuhr, Straßenreinigung und Parkpflege hat man gesondert geschult, damit auffällige Sachverhalte und Beobachtungen sofort gemeldet werden. Viele Schulen in der Türkei konnte man noch nie einfach so betreten, man muss erst an der Security vorbei. Überall sind Jandarma und Polizei präsent, ein Risiko gibt es immer und überall. Die türkischen Sicherheitsbehörden tun alles, um es so gering wie möglich zu halten.

Noch Fragen? Schreiben Sie mich an.
Petra Ottmann
Vorstandsmitglied
Ich wurde 1955 in Bochum geboren und machte an einem Gymnasium in Wattenscheid Abitur. Schon in meiner Jugend habe ich mich immer sozial engagiert und damals u.a. Jugend- und Kinderfreizeiten organisiert und begleitet.
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20. April 2016 , , , , , , , , , , , , , , , , ,

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