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Vom Fremdsein und Nähe – und was Bücher damit zu tun haben können Teil II

Sprache öffnet Türen

Sprache ist für mich der Schlüssel zum Miteinander. Ich kann mir nicht vorstellen ohne Sprachkenntnisse im Ausland zu leben.  Genügend Vokabular um Einkäufe und ähnliches zu erledigen erwerben  die meisten irgendwann. Wirkliche Nähe allerdings, Freundschaft , Liebe  aber auch Konflikte  können nur  gelebt werden wenn ich mit meinen Mitmenschen angemessen kommunizieren kann. Schon das sichtbare Bemühen um den Erwerb der Sprache baut Brücken zu den Einheimischen und es ist ein großartiges Gefühl wenn man bemerkt, dass es mit der Verständigung immer besser klappt

Auch das Lesen einheimischer Literatur verschafft  Zugang zu dem Land und seinen Menschen.  In Büchern erschließt sich mir die  Vielfalt  unseres Lebens. Zum Glück gibt es in der Zwischenzeit eine Vielzahl von Übersetzungen  türkischer Literatur. Ich persönlich habe als junge Erwachsene die Bücher von Yaşar Kemal verschlungen :  den  Memed Zyklus , die anatolische Trilogie. Damals ahnte ich noch nicht dass ich irgendwann einmal in diesem Land leben würde.  Der großartige Künstler Zülfü Livaneli ist einer meiner Lieblingsautoren. Er ist Musiker, Komponist, Regisseur und  eben auch Buchautor. Auch etliche seiner Werke sind inzwischen ins Deutsche übersetzt. U.a. “Glückseligkeit”,  “Serenade für Nadja”, “Roman meines Lebens”. Livaneli schreibt einfach wunderbar und  schlägt immer einen Bogen zwischen persönlichen Gefühlen, Politik, Gesellschaft ,  Tradition und Moderne – und das alles ist immer fesselnd und spannend geschrieben.  “Das  Judasbaumtor” von Oya Baydar hat mich erst kürzlich in seinen Bann gezogen. Es spielt in İstanbul und vermischt auf gelungene Weise die Faszination dieser alten Stadt mit der persönlichen Geschichte der Hauptpersonen.

Auf meiner Liste der gelesenen Bücher und derer die ich noch lesen möchte stehen noch viele. Ausdrücken  möchte ich , dass einem das Fremde auch über diesen Weg weniger fremd erscheint. Wird doch deutlich dass wir letztlich alle nur Menschen sind, liebenswert aber eben mit Fehlern und Unzulänglichkeiten behaftet, geprägt durch die Verhältnisse in denen wir aufwuchsen. Da muss man eigentlich nichts bewerten. Wichtig ist doch, dass wir  neugierig bleiben und persönliche Begegnungen suchen. Das gilt für  die Ausländer hier wie dort , als auch für die Einheimischen an dem jeweiligen Ort.  Meine persönliches  Ankommen in diesem Land habe ich nicht zuletzt auch der  offenen Arme meiner Schwiegermutter zu verdanken, die mich so aufnahm und akzeptierte wie ich war. Eine  einfache Frau übrigens  mit wenig Schulbildung , aber mit Lebensklugheit und einem großen Herz.

Wenn also von Integration die Rede ist kann das immer nur ein gegenseitiges aufeinander Zugehen bedeuten, neugierig und offen.

Bücher ersetzen keine persönlichen Begegnungen, bereichern diese aber  da wir durch sie eine Ahnung von der Vielfältigkeit des Lebens  bekommen und   Nähe zu den Menschen hergestellt wird.

Wer sich für türkische Literatur interessiert :  https://www.perlentaucher.de/buchKSL/363_Tuerkische_Romane.html

Auf dieser Seite kann man eine große Auswahl an Titeln entdecken, mit einer kurzen Inhaltsangabe und Auszügen aus Rezensionen. Sehr hilfreich wenn man noch nicht so genau weiß womit denn anfangen.

Bücher öffnen Welten

Ich freue mich über Kommentare und Buchempfehlungen

Hallo, mein Name ist Ingrid Wichers-Yildirim, ich bin gebürtige Hamburgerin (1959), habe Sonderpädagogik studiert und war viele Jahre in integrativen Einrichtungen beschäftigt. Im Rahmen eines Zusatzstudiums begann ich Türkisch zu lernen und besuchte Seminare in Deutsch als Fremdsprache (DaF).
Nach der Geburt unseres Sohnes zogen wir nach Manavgat. Ich arbeitete mehrere Jahre in einem Kindergarten. Danach legte ich den Schwerpunkt auf die sprachliche Förderung unser zweisprachig aufwachsenden Kinder . Inzwischen arbeite ich in unserer Firma im Bereich Personalwesen und habe seit 2011 die türkische Staatsbürgerschaft.
Meine Erfahrungen und Kenntnisse die ich in über 20 Jahren gewonnen habe möchte ich gerne mit anderen teilen und zur Verfügung stellen.

Vom Fremdsein und Nähe – und was Bücher damit zu tun haben können Teil I

Wir sind alle Ausländer

Integration , Leitkultur, Parallelwelten, Fremde  und Überfremdung….das sind die Schlagwörter mit denen wir  seit Monaten in den Medien überschüttet werden.

Wir  leben im Ausland, in der Türkei,  wir haben einen Aufenthaltstatus oder aber sind Eingebürgerte mit “Migrationshintergrund “ –  und wir sind freiwillig hier. Unsere  Erfahrungen als Ausländer in einem fremden Land müssten uns eigentlich  besonders sensibel machen für die Situation der Ausländer in Deutschland…seien es Arbeitsmigranten oder  aber Flüchtlinge.  Ich höre bereits den Einwand das sei etwas ganz anderes…

Ist es das wirklich? Wir unterscheiden  uns durch unsere Priviligiertheit. Kein Krieg und keine Katastrophen haben uns genötigt unser  Herkunftsland zu verlassen und die Rückkehr (im Notfall oder wenn es nicht mehr passt) ist für fast alle eine Option. Davon aber  abgesehen haben auch wir  einen anderen kulturellen Hintergrund, sind anders aufgewachsen, fühlen uns manchmal fremd, sind öfters auf Hilfe angewiesen  und betrachten das Leben in der Fremde durch unsere Brille.

Darum denke ich es ist nicht verkehrt einmal in einen imaginären Spiegel zu schauen und sich selber– ohne erhobenen Zeigefinger –   ein paar Fragen zu stellen :

Wie fühle ich mich in diesem Land, spüre ich ständig mein Anderssein,  habe ich Kontakte zu Einheimischen und wie sehen diese aus. Fühle ich mich willkommen  und  akzeptiert oder habe ich häufig das Gefühl mich schützen und abschotten zu müssen. Bin ich integriert in mein türkisches Umfeld, möchte ich das überhaupt sein? Könnte und wollte ich hier auch leben wenn es außer mir keine anderen Ausländer gebe? Spreche ich Türkisch und wenn auf welchem Niveau, lerne ich dazu oder stagnieren meine Kenntnisse. Interessiere ich mich für die Einheimischen, bin ich neugierig mit welchen Liedern sie aufwuchsen, welche Geschichten ihnen erzählt wurden. Kenne ich die Geschichte dieses Landes, ihre Künstler und ihre Dichter? Mir begegnet so viel was ich nicht verstehe: möchte ich es verstehen oder befremdet es mich nur. Muss ich belehren oder  kann ich auch etwas lernen von den Einheimischen, sehe ich überwiegend Trennendes oder erlebe ich auch Verbindendes…..

Dieser Liste hat bestimmt jede/r noch etwas hinzuzufügen und es gibt auf viele dieser Fragen auch keine endgültigen Antworten , denn das Hiersein ist ja nicht erstarrt  sondern befindet sich in ständiger  Veränderung.

Ich selber wollte und will mich so wenig fremd wie möglich fühlen und darum ging es mir immer darum wie sich Nähe entwickeln kann ohne das ich mich völlig verbiegen muss.

auf geht’s zum zweiten Teil …..

Gedanken und Ideen zu diesem Thema interessieren mich

Hallo, mein Name ist Ingrid Wichers-Yildirim, ich bin gebürtige Hamburgerin (1959), habe Sonderpädagogik studiert und war viele Jahre in integrativen Einrichtungen beschäftigt. Im Rahmen eines Zusatzstudiums begann ich Türkisch zu lernen und besuchte Seminare in Deutsch als Fremdsprache (DaF).
Nach der Geburt unseres Sohnes zogen wir nach Manavgat. Ich arbeitete mehrere Jahre in einem Kindergarten. Danach legte ich den Schwerpunkt auf die sprachliche Förderung unser zweisprachig aufwachsenden Kinder . Inzwischen arbeite ich in unserer Firma im Bereich Personalwesen und habe seit 2011 die türkische Staatsbürgerschaft.
Meine Erfahrungen und Kenntnisse die ich in über 20 Jahren gewonnen habe möchte ich gerne mit anderen teilen und zur Verfügung stellen.

Vorsorgemaßnahmen für Unfall, Krankheit oder Todesfall

Vorsorgemaßnahmen für Unfall, Krankheit oder Todesfall

Unfall, Krankheit oder Tod – darüber sollte sich jeder Gedanken machen, besonders wenn man sich für längere Zeit im Ausland aufhalten will oder sich ganz aus Deutschland abmelden möchte. Solange es einem gut geht, denkt man nicht darüber nach. Aber schon ein kleiner Unfall reicht manchmal aus, dass man sich fragt, was passiert, wenn es schlimm ausgeht. Auch eine plötzlich auftretende schwere Erkrankung kann das Leben komplett ändern. Früher getroffene Entscheidungen werden plötzlich in Frage gestellt oder erweisen sich als nicht mehr zeitgemäß. Aufgrund eines sehr schweren Falls, der mich in der letzten Zeit stark beschäftigt hat, möchte ich auf einige wichtige Vorsorgemaßnahmen hinweisen.
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Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Zur Zeit stellt sich die Frage, wo man überhaupt noch sicher ist. Die Anschläge in Paris, Brüssel, Istanbul und Ankara und Millionen von Menschen auf der Flucht haben den Krieg in Syrien und die Konflikte in anderen Regionen der Welt hautnah an uns heran getragen. Konnten wir uns bisher im Sessel zurücklehnen und das Elend in der Welt, die Angst vor Terror, Krieg und Tod aus der Ferne betrachten, geht das nun nicht mehr so einfach. Im Gegenteil, viele Menschen haben richtig Angst bekommen und die Berichte in den Medien tragen nicht dazu bei, diese Angst zu verringern. Aber irgendwie muss man sie in den Griff bekommen, damit man nicht von ihr beherrscht wird.
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Elefand – Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland

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Ein schöner Name – Elefand, und man denkt sofort an einen Schreibfehler. Aber nein, diesen schönen Namen hat das Auswärtige Amt der elektronischen Erfassung von Deutschen im Ausland gegeben. Soviel Phantasie würde man einer deutschen Behörde gar nicht zutrauen.
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Wieviel Deutschland brauchen wir?

Wieviel Deutschland brauchen wir?

Durch meine Tätigkeit für unseren Verein komme ich viel mit Menschen zusammen. Die meisten davon sind Ausländer und Deutsche so wie ich. Alle leben wir gerne hier, genießen das schöne Wetter, die türkische Mentalität und da vor allem die Lockerheit, mit der die Türken durchs Leben zu gehen scheinen.
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Neuerungen beim Ikamet

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Immer wieder Neues zum Ikamet. Es kursieren viele Aussagen zum Ikamet und was man an Unterlagen braucht, so dass ich noch mal einige Punkte auch bezüglich der Neuerungen vom September 2016 zusammenfassen möchte.
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Ist die Türkei noch sicher?

Ist die Türkei noch ein sicheres Urlaubsland?

Zur Zeit lassen die Buchungen für die Türkei stark nach. Die Leute haben Bedenken und warten erst mal ab. Dabei stellt sich die Frage, in wie weit die Tourismusregion  im Fadenkreuz der Terroristen steht.
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Das Geschäft mit den Ausländern

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